Freitag, 17. November 2017

Novembergarten

In warmen Farben zeigt sich der Herbst immer noch.
 
 
Die letzten Blätter segeln nur so nach und nach von den Bäumen.
Wie schön, dass es noch keine nennenswerten Herbststürme gab,
die wahrscheinlich inzwischen nur kahle Bäume hinterlassen hätten.

 
Laub liegt dennoch genug herum. Zeit, sich an die Arbeit zu machen
und das Laub einzusammeln, um damit die Rosenbeete für den Winter
zuzudecken. Die Rosen sollen doch nicht frieren und es schön warm haben.
In mir schlummert so eine merkwürdige Ahnung, welche mir andeuten
will, dass wir wohl einen strengeren Winter - als in den vergangenen
Jahren bekommen werden. Aber wer kann das schon ahnen ?
Das Wetter macht doch immer was es will.
 
 
Das habe ich heute festgestellt. Vor ein paar Tagen, als es noch richtig
trüb und eher düster aussah, es nachmittags um 16:00 schon dunkel
wurde - stellte sich sogar der Hauch eines vorweihnachtlichen
Freudengefühls ein.
Heute dagegen strahlte die Sonne wieder von einem fast
wolkenlosen Himmel - und ihre Strahlen waren richtig warm.
Da war das vorweihnachtliche Gefühl und die damit verbundene Vorfreude
auf die schöne Adventszeit ganz schnell wieder verflogen und
wurden von Gedanken an den Frühlingsputz verdrängt.
Na ja, wobei sich meine Lust auf Putzen generell in sehr
engen Grenzen hält - um nicht zu sagen, ich hasse putzen.
Aber was sein muss, muss eben sein.
Ich nenne es daher auch gerne mal pflegen, statt putzen.
Bei dieser Vorstellung geht mir alles etwas leichter von der Hand,
auch wenn ich mich damit einer Selbsttäuschung unterziehe.
Wenn's hilft ? Was soll's !
 
 
Novembertage wie im Frühling !
Ich bin sehr gespannt, wie der Winter wird.
Wenn ich mir etwas für den Winter wünschen dürfte,
dann wären es Eis und Schnee zur Advent- und
Weihnachtszeit - und möglichst viel davon !!!
Schöne trockne Luft, klirrende Kälte und dazu
viel Sonnenschein an einem blauen Himmel :o).
Jemand da, der diesen Wunsch erfüllen kann ?
 
Denn das ist besser, als nasskalte,
stürmische Regentage.
 
*
Es gibt immer ETWAS über das man sich freuen
und wofür man dankbar sein kann.
 
~*~
 
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Montag, 13. November 2017

Schicksalhafte Begegnung

Biographien von bekannten Persönlichkeiten haben mich schon immer
sehr interessiert.
Vor ein paar Tagen entdeckte ich dieses Zitat:
 
"Lasse dich leben, wie du bist,
ohne Kunststücke mit dir zu probieren,
ohne dich zwingen zu wollen, Dinge zu lieben,
die du nicht liebst."

*

Wenn ich solche Worte lese, dann interessiert es mich einfach,
welchem Geist eine solch weise Erkenntnis entsprungen ist.
In diesem Fall stammt die Erkenntnis, die ja meist etwas mit der
eigenen Erfahrung oder mit der von Menschen aus dem persönlichen
Umfeld zu tun hat, von Karoline von Günderrode.
Also habe ich recherchiert, um mehr über diese Dichterin der Romantik
zu erfahren, von deren poetischem Talent sogar Goethe und Brentano
angetan waren.

Sie wurde am 11. Februar 1780 in Karlsruhe geboren und ist mit
nur sechsundzwanzig Jahren am 26.07.1806 in Winkel (Rheingau)
gestorben. Das, was ich über sie und ihren dramatischen Todesumstand
während meiner Recherche erfuhr, ist wirklich ein erschütterndes
Schicksal.
Ihr kurzer Lebensweg zeigt einmal mehr, wie schicksalhaft Begegnungen
mit anderen Menschen sein können und wie sehr andere Menschen unser
Leben beeinflussen.

 
Fotoquelle

 Sie lebte in diesem kleinen Haus, welches sich im Hof des Gutshofes von

Bildquelle Wikipedia

Friedrich Carl von Savigny, ihrer ersten großen Liebe,
im hessischen Freigericht-Somborn befindet.
 
 
 
Karoline von Günderrode stammte aus einer angesehenen Familie,
die seit dem 16. Jahrhundert zu den führenden Patriziergeschlechtern von
Frankfurt gehörte. Als ihr Vater 1786 starb, zog die Mutter mit ihren fünf
Töchtern und ihrem Sohn nach Hanau. Im Alter von siebzehn wurde
Karoline in einem Adeligen Damenstift angenommen und zu einem
"sittsammen Lebenswandel" angehalten. Sie studierte Philosophie,
Geschichte, Literatur und Mythologie und sie hegte eine tiefe Sehnsucht
nach einem erfüllten und selbstbestimmten Leben.
Zu ihrem Freundeskreis gehörten Clemens Brentano, dessen Schwester
Gunda und Bettina von Arnim.
Während eines Ausfluges nach Heidelberg, den sie mit ihren Freunden
unternahm, lernte sie 1804 den verheirateten
 
 
  
Georg Friedrich Creuzer, einen deutschen Philologen, Orientalisten und
Mythenforscher, (geb. 10. März 1771, gestorben 16. Februar 1858) kennen.
Er war fasziniert von ihr als Weib und sie erwiderte seine Zuneigung.
Sie verliebten sich und versprachen einander sich bis in den Tod zu lieben.
Sie, Karoline, könne den Verlust seiner Liebe nicht ertragen, schrieb sie
ihm in einem der vielen Briefe, die heute von einigen als die schönsten
Liebesbriefe der Literatur angesehen werden.
 
Creuzer hatte jedoch nicht den Mut, sich von seiner Frau zu trennen
und als er krank wurde und seine Frau in gesundpflegte, schwor er ihr,
sich von Karoline zu trennen.
 
Karoline erhielt die Nachricht, dass Creuzer sich von ihr trennen wolle,
am 26. Juli 1806 in Winkel, wo sie sich zu dieser Zeit mit einer Freundin
aufhielt. Es ist der Tag, an dem diese schicksalhafte Begegnung des
Georg Friedrich Creuzer und der Karoline von Günderrode,
ein tragisches Ende nehmen sollte.
Karoline nahm sich noch am selben Tag, dem 26. Juli 1806,
am Rheinufer auf dramatische Weise das Leben.
Sie erstach sich selbst mit einem Dolch.
 
~*~
 
Als ich das las, musste ich erst einmal innehalten.
Mal ganz abgesehen davon, dass diese junge Frau völlig verzweifelt über
den schmerzvollen Verlust ihrer großen Liebe gewesen sein musste,
so war es doch blankes Entsetzen, welches mich bei der Vorstellung
der brutalen Art und Weise wie sie sich das Leben nahm, erfasste.
Wie entsetzlich, sich selbst einen Dolch in die Brust zu rammen.
Das ist wirklich unglaublich !
Was gibt es und gab es doch für unglaubliche Schicksale in der
Geschichte der Menschheit  !
 
*
 
An Creuzer schrieb sie einmal folgende Zeilen:
 
Seh' ich das Spätrot, o Freund, tiefer erröten im Westen,
Ernsthaft lächelnd, voll Wehmut lächelnd und traurig verglimmen,
O dann muß ich es fragen, warum es so trüb und dunkel;
Aber es schweiget und weint perlenden Tau auf mich nieder.
 
*
 
Interessant, auf welche Biographien man stößt,
wenn man ein zufälliges Zitat liest !
Viel interessanter sind jedoch die Persönlichkeiten,
die sich hinter solch weisen Worten verbergen.
Zweihundert Jahre alte Worte.
Worte aus einer Zeit der Romantiker*innen.
Worte von einer starken und eigenwilligen Frau,
die gerade mal Mitte Zwanzig war.
 
*
 
Heutzutage hat die Romantik keinen Platz mehr in
dieser chaotischen Welt.
Heutzutage zählt nur noch der schnöde Mammon,
der Profit, der Egoismus, die Rücksichtslosigkeit.
Für die Liebe ist in dieser kalten Welt kein Platz mehr !
 
Heute schreibt man keine Liebesbriefe mehr.
Viel zu zeitaufwendig !
Heutzutage wird getwittert.
Mehr als drei Zeilen will heutzutage
sowieso kaum jemand mehr lesen -
und selbst denken geht erst recht nicht.
Viel zu anstrengend !
 
~*~
 
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Donnerstag, 9. November 2017

Im Garten ist immer was los

 
 
Fluffy unternimmt einen Bummel durch den herbstlichen Garten.
 
 
Frauchen, was macht der Mann da ?
Das ist nicht irgendein Mann, Fluffy, das ist Buddha.
 
 
Und was macht der da ?
 
 
Das ist ein Rotkehlchen.
 
 
Es trinkt,
 
 

und badet und

 
planscht ein bisschen im Wasser.
Willst du auch im Wasser planschen ?


 Nö, ich will nicht planschen.
Ich mache lieber einen Spaziergang mit Tinka.
 
~*~
 
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Mittwoch, 8. November 2017

Zwei Welten


Die Welt der Reichen


und Superreichen
 
  

und die Welt der Armen.
 

Wenn reiche Spekulanten Erfolg haben,
 

 
während Bauern ihr Land verlieren;


wenn die Regierung Geld ausgibt
für Waffen statt für Hilfsprogramme;
 
  

wenn die Oberen verschwenderisch und


verantwortungslos sind,
 
 
während die Armen immer ärmer werden –
 

all dies ist Raub und Chaos.
 

Es stimmt nicht mit dem Tao überein,



meinte schon Laotse.

~*~

Seither hat sich nichts geändert - nur, dass die Reichen und
Superreichen, die Mächtigen, die Machthaber und manche Politiker
heutzutage noch skrupelloser und rücksichtloser vorgehen,
als das zu Laotse's Lebzeiten der Fall gewesen war.
Sie beuten die Völker dieser Welt aus und machen sich auf deren
Kosten ein schönes Leben.

SIE SOLLTEN SICH SCHÄMEN !

Bei dieser extremen Ungerechtigkeit in der Welt,
der Schere zwischen ARM und REICH,
die immer weiter auseinanderklafft,
frage ich mich, wie lange das noch gut geht.
Wie lange die Superreichen und die Mächtigen
die armen Menschen
dieser Welt noch ausbeuten wollen und
wie lange die armen Menschen dieser Welt
sich das noch gefallen lassen.

Die unermessliche Gier dieser Reichen, Superreichen
und Mächtigen, die den Hals nicht voll kriegen,
die ohne Skrupel raffen, was sie kriegen können,
ist wirklich skandalös und unerträglich.
 Politiker könnten - wenn sie wollten - die Steuerschlupflöcher
schließen. Dass sie es nicht tun, kann nur bedeuten,
dass sie nicht wollen.
Schließlich ist das alles schon sehr lange bekannt.
Gut, dass es Journalisten gibt, die die Machenschaften
dieser Geldgierigen aufdecken.

~*~

Fotoquelle: Pixabay
 
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Montag, 6. November 2017

Abenddämmerung

Wenn sich der Tag seinem Ende zuneigt, die letzten Sonnenstrahlen sich in
der Abenddämmerung mit einem grandiosen Farbspektakel verabschieden,
dann kommen mir oft Gedanken über Gott und die Welt sowie über unseren
schönen Planet Erde mit seiner wundervollen Natur in den Sinn.
 
 
 
Immer wieder wird mir bewusst, wie schön diese Welt, unser Planet Erde ist.
Zuletzt tauchten allerdings auch Fernsehbilder von den Trümmern
ganzer Städte in verschiedenen Ländern dieser Welt, vor meinem geistigen
Auge auf. Sie hatten sich wohl in meinem Gedächtnis eingeprägt.
Gerade weil unsere Welt so schön ist, uns so viel zu bieten hat,
ist es mir immer wieder unbegreiflich, wie dumm Menschen sind, ihren
eigenen Lebensraum zu zerstören. Wie dumm erst müssen die Politiker
dieser Länder sein, die ihr eigenes Volk bekämpfen und zusehen,
wie die Menschen umkommen; wie alles, was einmal aufgebaut wurde,
radikal vernichtet wird.
Wie fanatisch Menschen doch sein können, wie rücksichtslos und eigennützig !
 Nein, die Menschheit lernt absolut nichts dazu.
 
 

 
 
 Die Naturkatastrophen fügen der Menschheit schon genug Schaden zu.
Sie zerstören ebenfalls, was Menschen Jahrzehnte - oder Jahrhunderte
lang aufgebaut haben. Nur gegen die Natur sind wir Menschen nun mal
machtlos. Das was die Naturgewalten anrichten, müssen wir hinnehmen,
müssen wir über uns ergehen lassen.
Dass aber Menschen bewusst und mutwillig anderen Menschen den
Lebensraum zerstören, sie sogar töten, ist einfach nicht nachvollziehbar.
Mir kommt es so vor, als würden die Menschen immer unzurechnungsfähiger,
immer brutaler, immer auf noch mehr Gewalt getrimmt. Mord und Totschlag
gehören inzwischen zur Tagesordnung. Mir fällt auf, dass ich es zur Kenntnis
nehme und mich inzwischen daran gewöhnt habe.
Ist es normal, dass es immer schlimmer zu werden scheint ?
Muss man alles hinnehmen, was auf diesem Planet von Menschen
angerichtet wird ?
Was ist bloß die Ursache dafür und
was kann dagegen unternommen werden ?
 
Jetzt bricht auf Madagaskar wieder die Pest aus. Über einhundert Menschen
sind bereits daran gestorben. Auch auf den Seychellen wurde ein Fall
bekannt. In einem anderen Land ist es die Cholera, hab' vergessen wo es
war. Bei uns ist die hochansteckende Krätze eingeschleppt worden, die in
Bonn dazu geführt hat, dass eine Krankenstation geschlossen werden
musste. In Köln gibt es ebenfalls Krätze-Fälle und die Medikamente gegen
diese schreckliche Krankheit werden bereits knapp.
 
Aus dem All befindet sich eine 8,5 Tonnen schwere chinesische Raumstation
in unkontrollierbarem Absturz auf die Erde. Selbst wenn sie beim Eintritt in
die Erdatmosphäre verglühen sollte, so besteht immer noch die Gefahr,
dass um die Jahreswende 100 kg schwere Teile auf die Erde treffen.
 
Feuerwalzen, Überflutungen, Extrem-Stürme, Vulkanausbrüche, Erdbeben,
Klimawandel, Seuchen usw. Laut einiger Wissenschaftler soll der Meeresspiegel
in 1000 Jahren um 70 Meter steigen. Die Welt wird dann nicht
wiederzuerkennen sein. Ob die Menschheit dann überhaupt noch existiert ?
Wenn sie so weiter macht wie bisher  - wohl kaum !
75% der Insekten in unserem Land sind bereits ausgestorben und sie
stehen am Anfang der Nahrungskette ! Aufgrund dieser Tatsache
verhungern seit Jahren bereits viele unserer Vögel.
 
Tag für Tag erschreckende Nachrichten, die mich immer wieder vor
die Frage stellen, wohin das alles führen soll. Wenn die Menschheit nicht
bald umdenkt und einfach so weitermacht wie bisher, wird das Chaos
nicht mehr aufzuhalten sein.
 
Wir leben in einer Zeit, über die in den Geschichtsbüchern - wie schon
in anderen Jahrhunderten - nicht viel Gutes zu lesen sein wird. Inzwischen
leben wir jedoch in einer zivilisierten Zeit, einem zivilisierten Europa und
nicht mehr im Mittelalter oder im letzten Jahrhundert. Die Zustände
in Europa und der Welt verschlechtern sich jedoch zunehmend.
 
Wie auch immer, ich denke, die Globalisierung, der Kapitalismus,
die Unfähigkeit vieler Politiker*innen und Machthaber, die Gier sowie
die weltweite Vernetzung, wird die Menschheit irgendwann zugrunde richten.
Das hat mit der Zerstörung der Natur, dem Aussterben vieler Pflanzen,
Insekten und Tiere auf diesem Planet, bereits begonnen.
 
Nur die Superreichen werden diesen Planet verlassen und auf einem
mit allem Komfort ausgestatteten Raumschiff weiter leben können.
Aus dem Weltall können sie dann zusehen, wie der Rest der Menschheit
auf Erden dahinrafft.
 
Düster, düster ! Science Fiction ?
Angeblich wird an Plänen für diese Raumschiffe bereits gearbeitet !
 
 
 
Oder hab' ich das vielleicht nur geträumt ?
 
Zur Erinnerung:
Wir leben bereits auf einem Raumschiff, auf einem wunderschönen sogar.
Und während unser Raumschiff mit 107.000 km/h immer wieder
um die Sonne düst, können wir hier auf Erden sogar (noch) frische Luft
atmen, die Sonne tanken, uns (noch) an der herrlichen Natur und
(noch) am fröhlichen Gesang der Vögel erfreuen und vieles mehr.
Unser Raumschiff ist ein wunderschönes Paradies,
das uns alles bietet, was wir zum Leben brauchen.
Die Frage ist nur, wie lange noch ?
Sollten wir dieses einmalig schöne Paradies,
unseren Heimatplanet Erde nicht schützen,
statt ihn auszubeuten und zerstören ?
 
~*~
 
Man kommt zu Schaden, wenn man Tatsachen übersieht.
Hermann Hesse
 
*
 
Die gesamte Menschheit kommt zu Schaden,
wenn sie sich weiterhin weigert, die Realität wahrzunehmen.
 
~*~
 
Photo unten: Pixabay
 
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Samstag, 4. November 2017

Er ist alt

der Mond.
4,53 Milliarden Jahre hat er schon auf dem Buckel und er ist dick.
Sein Umfang beträgt nämlich 10.917 km.
Er dreht sich um seine eigene Achse und dafür braucht er ca. 29 Tage -
genau so lange dauert es etwa, bis er die Erde einmal umkreist hat.
Dafür ist er ziemlich schnell unterwegs, der alte, dicke Mond, denn die mittlere
Geschwindigkeit auf seiner Bahnreise um die Erde beträgt ca. 3.700 km/h.
Da er für diese Reise genauso lange benötigt, wie für seine Umdrehung
um die eigene Achse, sehen wir auch immer nur diese Seite von ihm.
 
 
Der Mond übt schon seit Menschengedenken eine große Faszination aus.
Dichter haben ihm zu allen Zeiten wunderbare Verse und Lieder gewidmet.
Künstler und Maler haben ihn in abertausenden Gemälden verewigt und
viele Kinder das Lied "Der Mond aus aufgegangen" gesungen.
Obwohl er bereits von Astronauten besucht und von Wissenschaftlern
erforscht wurde, bleibt er geheimnisvoll und mystisch.
 
Die Entfernung zur Erde beträgt zwischen 363.000 und 405.000 km
und doch scheint er zum Greifen nahe zu sein, insbesondere dann,
wenn ich ihn mit der Kamera einfange.
Vollmondnächte ob im Sommer oder im frostigen Winter sind immer
wieder ein Erlebnis. Ich gehöre zu den Süchtigen.
Ja, ich gebe zu, ich mag den Mond und ich könnte ihn stundenlang
anhimmeln. Ich mag es, wenn er am Himmel durch die Bäume und
Tannen wandert und den Wald in dieses silbrige, schummrige Licht taucht.
Wenn tausende Sterne um ihn herum funkeln und der Vollmondnacht
diesen Magic-Touch verleihen.
So war es auch in der Nacht von Freitag zu Samstag, in der das obige
Foto entstanden ist.
 
Wie gut, dass ich den November-Beinahe-Vollmond schon gestern
eingefangen habe, denn heute - in der eigentlichen Vollmondnacht,
hätte die starke Bewölkung kein Foto zugelassen.
 
Am 3. Dezember gibt uns der alte, dicke, schnelle Vollmond wieder die Ehre
und ich - als eine seiner glühenden Verehrerinnen -
freue mich wieder auf ihn.
 
~*~
 
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Mittwoch, 1. November 2017

Herbst auf dem Land

ist wirklich zum Malen schön.
Noch vor ein paar Tagen sah es am See so wunderschön wie auf
diesen Fotos aus. Der See glatt wie ein Spiegel, in dem sich der
strahlendblaue Himmel widerspiegelte.
Der See, der Wald, die Umgebung strahlen so viel Ruhe aus,
dass man alles andere um sich herum für eine Weile vergisst.
Alles ist so friedlich, so still, so wohltuend für Geist und Seele.
 
 
 Jedes Mal, wenn wir hier lang spazieren, würde ich am liebsten zu
Farbe und Pinsel greifen und diese Idylle auf eine Leinwand übertragen.
 
 
Beim Anblick dieses Friedens, kann ich mir immer gar nicht vorstellen,
dass zur gleichen Zeit anderswo im Land, in manchen Städten sowie
in vielen Teilen der Welt, das blanke Chaos herrscht.
 
 
Der See bietet Erholung das ganze Jahr über. Es ist eine Freude,
das Kommen und Gehen der einzelnen Jahreszeiten und den
damit verbundenen Wandel der Natur zu beobachten.
 
 
Jede Jahreszeit hat ihre eigene Schönheit.
Jetzt im Herbst, so lange die Blätter der Bäume noch von den Stürmen
verschont geblieben sind, leuchten sie im Sonnenschein in den
schönsten Gold, -Rot- und Brauntönen.
Das Laub raschelt beim Spazierengehen unter den Füßen.
 
 

 
Erst später, wenn die Herbststürme über das Land ziehen und sich
die kahlen Bäume dunkel vor einem grauen Himmel abheben,
ahnt man, dass es nicht mehr lange dauert,
bis der Winter vor der Türe steht.
 
 
 
 
Jetzt bestimmt die Melancholie viele Stunden des Tages.
Es ist die Zeit des Novemberblues.
Die Zeit, wenn wir in uns kehren und an die Menschen denken,
die für immer von uns gegangen sind. Wehmut überkommt uns jetzt,
weil wir wissen, dass wir ihnen einen Tages folgen werden.
 
Bald darauf kehrt die Kälte ein. Und sollte der Winter Eis und Schnee
im Gepäck haben, dann verwandelt sich der Wald in ein märchenhaftes
Winterwunderland.
Der Winter macht Lust auf eine Schneeballschlacht, auf das Stapfen
durch den Schnee. Auf lange Winterspaziergänge durch den Wald
und die Heide. Dick eingemummelt in warme Jacken mit Mütze,
Schal, Handschuhen und wärmende, gefütterte Stiefel.
Nun liegt ein Hauch von Einsamkeit über dem Märchenwald -
so, als sei er verzaubert worden. Nichts rührt sich, nichts bewegt sich.
Es ist so, als sei die Natur erstarrt oder in einen tiefen Schlaf entglitten.
Es ist die Zeit, in der man sich nach einem langen Winterspaziergang auf
Zuhause freut, wenn man durchgefroren in der warmen Stube einen
heißen Tee genießen und sich am Feuer des Kaminofens aufwärmen kann.
Es ist die Zeit der eisigen Tagen und sternenklaren, frostigen Nächte.
 
Es ist die Zeit, in der man die sich auf den Advent und Weihnachten freut.
Die Zeit, in der man ein bis zwei Gänge zurückschaltet und sich beim Tee
"die gute alte Zeit, die Kindheit und verschiedene Stationen seines
Lebensweges in Erinnerung ruft.
Es ist die Zeit der vielen Düfte im Haus, der Düfte von Vanillekerzen, von
frisch gebackenen Plätzchen, von Bratäpfel mit Zimt und der Duft von
frischem Tannengrün.
Es ist die Zeit der stillen Freude und Besinnlichkeit.
 
 
Jede Jahreszeit vermittelt eine ganz eigene Stimmung,
ein anderes Wahrnehmen, ein anderes Empfinden.
Jede Jahreszeit ist ein Gefühl des Herzens und der Seele.
Jede Jahreszeit ist auch eine Zeit der Erinnerungen
an all die Jahreszeiten in der Vergangenheit.
 
Das Leben ist schön !
 
CARPE DIEM !
 
~*~
 
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